Helle Küche mit weißen Schränken und LED-Einbaustrahlern in der Decke

Halogen-Spots auf LED umrüsten und den alten Trafo prüfen

Ob Sie Halogenspots einfach durch LEDs ersetzen können, zeigt der Sockel des Halogenleuchtmittels. Bei GU10 mit 230 Volt tauschen Sie nur das Leuchtmittel. Bei GU5.3 mit 12 Volt entscheidet der Trafo, der die Netzspannung herabsetzt. Er kann bleiben, wenn die LEDs ruhig leuchten und gemeinsam seine Mindestlast erreichen, also die Leistung, die er mindestens braucht. Sonst lassen Sie ihn durch einen LED-Trafo ersetzen oder die Spots auf 230 Volt umstellen.

Erst nachsehen, was in der Decke steckt

Bevor Sie LEDs kaufen, nehmen Sie ein altes Halogenleuchtmittel heraus und sehen sich seinen Sockel an, also den Teil mit den Stiften. Schalten Sie dafür den Stromkreis an der Sicherung ab, sichern Sie ihn gegen Wiedereinschalten und prüfen Sie, ob wirklich keine Spannung mehr anliegt. Fassen Sie das Leuchtmittel erst an, wenn es abgekühlt ist.

Am Abstand der beiden Stifte erkennen Sie, mit welcher Spannung Ihre Spots laufen:

  • GU10: Die Stifte stehen 10 Millimeter auseinander. Diesen Sockel haben oft Halogenlampen für die Netzspannung von 230 Volt.
  • GU5.3: Die Stifte stehen 5,3 Millimeter auseinander. Diesen Sockel haben häufig Niedervolt-Halogenlampen in Einbauleuchten. Sie laufen mit 12 Volt und brauchen einen Trafo, der die Netzspannung herabsetzt.

Notieren Sie außerdem, was auf dem Leuchtmittel steht, vor allem Watt und Volt, und zählen Sie, wie viele Spots am selben Schalter hängen. Weitere Sockel und ihre Maße zeigt unser Ratgeber zu Lampensockeln. Was Spots mit 12 und 230 Volt grundsätzlich unterscheidet, erklärt unser Beitrag LED-Spots mit 230 Volt oder 12 Volt.

Drei Wege vom Halogenspot zur LED

Ob das Umrüsten von Halogen auf LED ein einfacher Tausch ist oder ein Umbau, entscheidet die Spannung, bei 12 Volt zusätzlich der vorhandene Trafo. Für GU10 und GU5.3 gibt es diese drei Fälle:

Was Sie vorfinden Was zu tun ist Unser Rat, wer es macht
Sockel GU10, also 230 Volt LED-Leuchtmittel mit GU10-Sockel einsetzen Sie selbst, bei abgeschaltetem Stromkreis
Sockel GU5.3, also 12 Volt, der Trafo passt zu LEDs LED-Leuchtmittel für 12 Volt mit GU5.3-Sockel einsetzen und prüfen, ob sie ruhig leuchten Sie selbst, bei abgeschaltetem Stromkreis
Sockel GU5.3, also 12 Volt, der Trafo passt nicht den Trafo gegen einen LED-Trafo tauschen oder auf Spots für 230 Volt umstellen, die keinen externen Trafo brauchen eine fachkundige Person

Den Sockel ablesen und die Leuchtmittel wechseln können Sie selbst, solange der Stromkreis abgeschaltet, gegen Wiedereinschalten gesichert und spannungsfrei ist. Der Trafo hängt dagegen auf seiner Eingangsseite am Stromnetz mit 230 Volt. Für seinen Tausch und für jeden Anschluss an 230 Volt holen Sie deshalb eine fachkundige Person, also etwa eine Elektrofachkraft.

Spots mit 230 Volt: Leuchtmittel tauschen und nach Lumen kaufen

Bei Halogenspots mit GU10-Sockel genügt der Tausch des Leuchtmittels, denn das LED-Leuchtmittel kommt in die vorhandene Fassung. Wie die Halogenlampe braucht es keinen externen Trafo; die nötige Elektronik steckt im LED-Leuchtmittel selbst.

Vergleichen Sie beim Kauf die Helligkeit in Lumen und nicht die Wattzahl. Die Wattzahl sagt nur, wie viel Strom eine Lampe verbraucht. Damit der Raum so hell bleibt wie vorher, sollte das LED-Leuchtmittel ähnlich viele Lumen abgeben wie der alte Halogenspot.

Hängt vor Ihren Spots ein Dimmer, brauchen Sie LEDs, die ausdrücklich als dimmbar gekennzeichnet sind, und einen Dimmer, der zu LEDs passt. An Dimmern, die für Halogenlampen gebaut wurden, können LEDs flackern oder gar nicht leuchten. Welcher Dimmer passt, erklärt unser Ratgeber zum Dimmen von LEDs. Wir bei lambado führen unser GU10-Leuchtmittel mit 5 Watt in Warmweiß und Neutralweiß auch dimmbar. Dimmen lässt sich davon nur die Ausführung mit dem Zusatz „Dimmbar“ im Namen.

Sitzen die Spots in einer Zwischendecke mit wenig Platz, gibt es eine flache Alternative zum Leuchtmittel. Unser LED-Modul für 230 Volt ist 25 Millimeter hoch, dimmbar und ersetzt GU10-Lampen in Einbaustrahlern für Leuchtmittel mit 51 Millimetern Durchmesser. Es wird über ein eigenes Anschlusskabel an 230 Volt angeschlossen; diesen Anschluss überlassen Sie einer fachkundigen Person.

Spots mit 12 Volt: den alten Trafo finden und prüfen

In 12-Volt-Halogeneinbaustrahler kommen LED-Leuchtmittel für 12 Volt mit GU5.3-Sockel; GU10-Leuchtmittel passen wegen des größeren Stiftabstands nicht. Ob der alte Halogen-Trafo für LEDs bleiben kann, zeigen sein Typenschild, eine kurze Rechnung und ein Versuch.

Wo der Trafo sitzt und was auf dem Typenschild steht

Suchen Sie den Trafo in der Nähe der Spots, im Hohlraum über der Decke. Ein elektronischer Trafo sitzt meist nah an den Spots, denn bei ihm ist die Leitung zum ersten Leuchtmittel meist auf zwei Meter begrenzt. Ist der Stromkreis abgeschaltet, gegen Wiedereinschalten gesichert und spannungsfrei, können Sie einen Spot vorsichtig aus der Decke ziehen und durch die Öffnung nachsehen. Fotografieren Sie das Typenschild, bevor Sie etwas kaufen. Drei Dinge sollten Sie über Ihren Trafo wissen:

  • Die Art des Trafos. Ein elektronischer Trafo ist ein kompaktes, leichtes Gerät. Ein konventioneller Trafo, auch gewickelter Trafo genannt, arbeitet mit einer Kupferwicklung, ist oft rechteckig oder rund und verhältnismäßig schwer.
  • Die Mindestlast. Sie steht laut Verbraucherzentrale in Watt oder in VA, also Voltampere, auf dem Trafo. Steht dort ein Leistungsbereich wie 20 bis 70 Watt, ist die kleinere Zahl die Mindestlast.
  • Wofür der Trafo gebaut ist. Elektronische Trafos wurden ursprünglich für Niedervolt-Halogenlampen entwickelt, nicht für Lampen mit eigener Elektronik, wie LED-Leuchtmittel sie haben.

Liegt die Summe der LED-Watt unter der Mindestlast, lassen Sie den Trafo tauschen. Erreichen die LEDs die Mindestlast, können Sie sie probeweise einsetzen. Leuchten sie ruhig, kann der Trafo bleiben; flackern oder brummen sie, lassen Sie ihn tauschen. Bei elektronischen Trafos ist der Tausch wahrscheinlicher. Der Hersteller Gira empfiehlt, einen elektronischen Halogen-Trafo gegen einen passenden LED-Trafo zu tauschen, weil die meisten Halogen-Trafos für LEDs nicht geeignet sind. Konventionelle Trafos nimmt Gira davon aus, sie lassen sich in der Regel weiter nutzen. Eine Mindestlast brauchen solche Trafos meist nicht; ob LED-Leuchtmittel daran ruhig leuchten, sehen Sie nach dem Einsetzen.

Rechenbeispiel: vier Spots über der Arbeitsplatte

Angenommen, über Ihrer Arbeitsplatte hängen vier Halogenspots mit je 35 Watt an einem elektronischen Trafo, auf dessen Typenschild 35 bis 150 Watt steht. Mit Halogen lag die Last bei 140 Watt und damit im Bereich des Trafos. Mit vier LED-Leuchtmitteln zu je 4 Watt kommen Sie auf 16 Watt, also weniger als die Hälfte der Mindestlast von 35 Watt. Dieser Trafo passt nicht zu den LEDs, und es bleibt einer der Wege aus dem nächsten Abschnitt. Hinge dieselbe Gruppe an einem konventionellen Trafo ohne Mindestlast, könnten Sie die LED-Leuchtmittel einsetzen und beobachten, ob sie ruhig leuchten.

Einen Anhaltspunkt, wie hell die neuen LEDs sein sollten, gibt die EU-Verordnung zum Energielabel, die Delegierte Verordnung (EU) 2019/2015. Wirbt eine LED damit, einen 35-Watt-Halogenspot mit GU5.3-Sockel zu ersetzen, nennt die Verordnung dafür 300 Lumen als Vergleichswert. Achten Sie deshalb in diesem Beispiel auf LED-Leuchtmittel mit rund 300 Lumen.

Wenn der Trafo nicht passt: LED-Trafo oder Spots für 230 Volt

Passt der alte Trafo nicht zu LEDs, gibt es zwei Wege. Für beide holen Sie eine fachkundige Person, weil dabei am Anschluss mit 230 Volt gearbeitet wird.

Beim ersten Weg ersetzt ein LED-Trafo den alten Halogentrafo. Die Spots und ihre Fassungen bleiben, und Sie setzen 12-Volt-LEDs ein. LED-Trafos gibt es mit Leistungsbereichen, die bei 0 Watt beginnen, etwa 0 bis 15 Watt. Die Höchstlast eines LED-Trafos sollte nicht zu knapp bemessen sein, weil die Leistung der LED-Leuchtmittel um ihre Angabe schwanken kann.

Beim zweiten Weg stellen Sie auf Spots für 230 Volt um. Dann entfällt der externe Trafo, und die Spots werden direkt ans Stromnetz angeschlossen. Solche Spots führen auch andere Händler; wir bei lambado entwickeln eigene. Unsere Einbaustrahler für 230 Volt haben meist eine GU10-Fassung, sodass Sie später nur das Leuchtmittel wechseln.

Ob neue Einbaustrahler in die Löcher der alten Halogenspots passen, hängt vom Durchmesser ab. Messen Sie das vorhandene Loch, bevor Sie bestellen, und vergleichen Sie es mit dem Einbaudurchmesser der neuen Leuchte. Unsere Einbaustrahler für 230 Volt gibt es mit 68 und mit 77 Millimetern Einbaudurchmesser. Achten Sie außerdem auf die Einbautiefe, also wie viel Platz der Strahler über der Decke braucht.

Flackern oder Brummen nach dem Umrüsten

Flackern LED-Leuchtmittel am alten Halogen-Trafo, liegt es oft an einer von drei Ursachen. Entweder erreichen die LEDs zusammen seine Mindestlast nicht, oder der Trafo ist für Halogen statt für LED gebaut, oder ein Dimmer passt nicht. Auch nicht dimmbare LED-Leuchtmittel können an einem Dimmer stark flackern.

Auch Brummen kann zeigen, dass Trafo, Dimmer und LEDs nicht zusammenpassen. Für 12-Volt-LEDs gibt es zwei Bauarten von Dimmern, den Phasenanschnitt- und den Phasenabschnittdimmer. Ein Hersteller von 12-Volt-LEDs rät davon ab, einen elektronischen Trafo mit einem Phasenanschnittdimmer zu kombinieren, weil dabei eher Flackern und Geräusche auftreten.

Schalten Sie in beiden Fällen den Stromkreis ab und lassen Sie Trafo und Dimmer von einer fachkundigen Person prüfen. Abhilfe schaffen kann ein LED-Trafo oder ein Dimmer, der zu LEDs passt. Was bei Flimmern sonst hilft, steht in unserem Ratgeber zum Lichtflimmern.

Halogenlampen-Verbot: Was noch erlaubt ist

Ihre vorhandenen Halogenlampen dürfen Sie weiter benutzen, und was schon im Handel liegt, darf noch verkauft werden. Das Verbot der EU betrifft neue Lampen, die auf den Markt kommen. Nach dem Zeitplan von licht.de, der Brancheninitiative des Elektroindustrieverbands ZVEI, dürfen Niedervolt-Halogenlampen mit Reflektor wie GU5.3 seit dem 1. September 2021 nicht mehr neu auf den Markt gebracht werden. Seit dem 1. September 2023 gilt das auch für Halogenlampen mit den Stiftsockeln G9, G4 und GY6.35. Grundlage ist die Ökodesign-Verordnung (EU) 2019/2020.

Häufige Fragen

Welche LED ersetzt einen 50-Watt-Halogenspot?

Einen 50-Watt-Halogenspot ersetzt eine LED, die ähnlich viele Lumen abgibt. Für einen 12-Volt-Spot mit GU5.3-Sockel und 50 Watt nennt die EU-Verordnung zum Energielabel 540 Lumen als Bezugswert, gemessen im 90-Grad-Kegel. Für Reflektorlampen mit 230 Volt setzt die Verordnung niedrigere Bezugswerte an, je nach Bauform 300 bis 350 Lumen bei 50 Watt. Unser GU10-LED-Leuchtmittel mit 5 Watt und 430 Lumen geben wir als Ersatz für 50 Watt Halogen an.

Wie rüste ich eine Halogen-Deckenleuchte auf LED um?

Bei einer Halogen-Deckenleuchte lesen Sie wie bei Spots zuerst den Sockel ab. G9 ist ein Hochvolt-Stiftsockel für 230 Volt, G4 ein Sockel für Niedervolt-Halogenlampen. Niedervolt-Leuchten haben einen eingebauten Trafo oder einen, der ihnen vorgeschaltet ist. Bei G4 prüfen Sie deshalb wie bei 12-Volt-Spots, ob der Trafo zu den LEDs passt.

Lohnt es sich, eine funktionierende Halogenanlage auf LED umzurüsten?

Ja, der Wechsel auf LED lohnt sich auch bei einer Halogenanlage, die noch funktioniert, wenn er technisch unproblematisch ist. So rät es die Verbraucherzentrale. LEDs brauchen bei gleicher Helligkeit deutlich weniger Watt als Halogenlampen. Laufen Ihre 12-Volt-Spots nach dem Wechsel mit dem alten Trafo ruhig, lohnt sich aus unserer Sicht kein Umbau auf 230 Volt.

Fazit

Ihr nächster Schritt ist der Blick auf Sockel und Typenschild. Bei GU5.3 fotografieren Sie das Typenschild des Trafos und rechnen wie im Beispiel oben nach. Steckt in Ihren Spots ein GU10-Sockel, finden Sie den Ersatz in unseren GU10-LED-Leuchtmitteln für 230 Volt.

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