Küche mit Kochinsel und einer Reihe von Einbaustrahlern in der Decke

LED-Spots mit 230 Volt oder 12 Volt, was passt wann besser?

Für neue LED-Spots sind 230 Volt meist die einfachere Wahl: Die Spots kommen direkt ans Stromnetz, ein externer Trafo entfällt. 12 Volt bleibt sinnvoll, wenn bei Ihnen schon eine 12-Volt-Anlage liegt. Dann genügt oft der Tausch der Leuchtmittel. Was bei Ihnen verbaut ist, zeigt der Sockel des alten Leuchtmittels.

Niedervolt oder Hochvolt: der Unterschied bei LED

Hochvolt heißt: Die Spots laufen mit der Netzspannung von 230 Volt. Niedervolt heißt: Sie brauchen eine kleinere Spannung, üblicherweise 12 Volt. Diese 12 Volt liefert ein Transformator, kurz Trafo. Die Brancheninitiative licht.de beschreibt Transformatoren als Spannungswandler, die 230 Volt aus dem Stromnetz in eine Kleinspannung umwandeln.

Daraus ergibt sich der praktische Unterschied. Bei 12 Volt sitzt zwischen Stromnetz und Spots ein zusätzliches Gerät, das Platz braucht und zu den Leuchtmitteln passen muss. Bei 230 Volt führt die Leitung direkt zum Spot.

Spots für 230 Volt heißen im Handel auch LED-Spots ohne Trafo. Gemeint ist: Sie werden direkt ans Stromnetz angeschlossen und brauchen keinen externen Trafo. Ganz ohne Elektronik kommen auch sie nicht aus. LED arbeiten mit Gleichstrom, aus der Leitung kommt Wechselstrom. Die Elektronik, die das umwandelt, sitzt bei Spots für 230 Volt in der Leuchte oder im Leuchtmittel. Diese Elektronik müssen Sie weder einzeln kaufen noch in der Decke unterbringen. Wir bei lambado, einem Onlineshop für LED-Leuchten, entwickeln solche Spots selbst. Die Bauart gibt es auch bei anderen Händlern.

Am Sockel erkennen, ob 12 Volt oder 230 Volt verbaut sind

Welche Spannung in Ihrer Decke liegt, zeigt der Sockel des Leuchtmittels, also der Teil mit den beiden Stiften, der in der Fassung steckt. Nehmen Sie ein Leuchtmittel heraus, wenn der Spot ausgeschaltet und abgekühlt ist, und sehen Sie sich die Stifte an.

Zwei Sockel kommen bei Spots häufig vor: GU10 und GU5.3. Sie unterscheiden sich im Abstand der Stifte, in der Art, wie das Leuchtmittel hält, und in der Spannung, für die sie üblich sind:

Merkmal GU10 GU5.3
Abstand der Stifte 10 mm 5,3 mm
Einsetzen stecken und eindrehen stecken
Üblich bei Hochvolt, also 230 Volt Niedervolt, also 12 Volt
Trafo vor dem Spot nein ja

Lässt sich das Leuchtmittel nur mit einer kurzen Drehung lösen, spricht das für GU10. Mehr Sockel und ihre Maße zeigt unser Ratgeber zu Lampensockeln.

Der zweite Blick gilt dem Trafo. Bei Einbauspots mit 12 Volt liegt er häufig im Hohlraum über der Decke. Wenn Sie ihn finden, lesen Sie gleich ab, was darauf steht. Die Angaben brauchen Sie, wenn es weiter unten um den alten Halogen-Trafo geht.

Welche Spannung zu welcher Ausgangslage passt

Was besser ist, 12 Volt oder 230 Volt, hängt weniger von der Technik ab als von dem, was in Ihrer Decke schon liegt. Für vier Ausgangslagen empfehlen wir Folgendes:

Ausgangslage Unsere Empfehlung Grund
Neue Decke, Neubau oder noch keine Spots 230 Volt kein externer Trafo, der Platz braucht und zu den Leuchtmitteln passen muss
12-Volt-Anlage mit Halogen, die Sie auf LED umrüsten wollen Anlage behalten, Leuchtmittel tauschen und prüfen, ob sie ruhig leuchten der kleinste Eingriff
12-Volt-Anlage, in der LED flackern oder dunkel bleiben zuerst den Trafo gegen einen für LED tauschen lassen der kleinere Eingriff, Leitungen und Spots bleiben
12-Volt-Anlage, und die Decke wird ohnehin geöffnet oder erneuert auf 230 Volt planen die Leitungen werden sowieso neu verlegt

Bei neuen Einbaustrahlern sind 230 Volt aus unserer Sicht meist die bessere Wahl. Anders ist es, wenn schon eine 12-Volt-Anlage in der Decke liegt: Sie müssen sie nicht auf 230 Volt umbauen, solange sie funktioniert. Ein Umbau heißt meist neue Leitungen. Zwischen Trafo und Spots liegt bei 12 Volt in der Regel eine zweiadrige Leitung, für 230 Volt braucht es eine dreiadrige bis zu jedem Spot. Dazu kommen neue Fassungen, weil die Sockel andere sind. Der Umbau lohnt sich, wenn die Decke ohnehin geöffnet wird.

Für den reinen Tausch der Leuchtmittel in einer 12-Volt-Anlage sind wir nicht die erste Adresse, denn unser Sortiment ist auf 230 Volt ausgerichtet.

Wann der alte Halogen-Trafo für LED bleiben kann

Einen alten Halogen-Trafo können Sie für LED weiter nutzen, wenn die neuen Leuchtmittel zusammen seine Mindestlast erreichen und an ihm ruhig leuchten. Die Mindestlast ist die Leistung, die mindestens am Trafo hängen muss.

Die Verbraucherzentrale erklärt, wo Sie die Mindestlast finden und was sonst passiert: Die Angabe steht in Watt (W) oder Voltampere (VA) auf dem Trafo. Wird die Mindestlast nicht erreicht, etwa weil alle Halogenleuchtmittel durch LED ersetzt wurden, arbeitet die Anlage unter Umständen nicht mehr richtig. Die LED leuchten dann meist gar nicht oder sie flackern.

So prüfen Sie es: Lesen Sie die Mindestlast vom Trafo ab und zählen Sie die Wattzahlen aller LED-Leuchtmittel zusammen, die an ihm hängen sollen. Angenommen, in Ihrem Flur hängen sechs Spots an einem Trafo, auf dem eine Mindestlast von 20 Watt steht. Mit sechs Halogenlampen zu je 20 Watt lagen Sie bei 120 Watt. Mit sechs LED-Leuchtmitteln zu je 3 Watt kommen Sie auf 18 Watt und liegen darunter.

Dann brauchen Sie einen Trafo, dessen Mindestlast bei höchstens 18 Watt liegt. Im Handel gibt es Trafos, die für Halogen und LED ausgelegt sind und nach Angabe ihrer Hersteller ohne Mindestlast auskommen. Der Trafo ist an das Stromnetz mit 230 Volt angeschlossen. Holen Sie für den Tausch deshalb eine fachkundige Person.

Auch wenn die Rechnung aufgeht, passt nicht jeder Trafo zu jeder LED. Der Hersteller LEDVANCE weist darauf hin, dass elektronische Transformatoren ursprünglich für Niedervolt-Halogenlampen entwickelt wurden und nicht für Lampen mit eigener Elektronik, wie LED sie haben. Flackern Ihre LED-Leuchtmittel, obwohl die Mindestlast erreicht ist, ist ebenfalls ein Trafo für LED der nächste Schritt.

Dimmen und Platz über der Decke

Beim Dimmen müssen bei 12 Volt drei Teile zueinander passen, bei 230 Volt zwei. An 230 Volt brauchen Sie ein dimmbares Leuchtmittel und einen Dimmer, der dazu passt. An 12 Volt kommt der Trafo dazu. Wer in einer dimmbaren Niedervolt-Anlage die alten Lampen gegen LED tauscht, kann laut licht.de kaum noch eindeutig prüfen, ob Trafo und Leuchtmittel zueinander passen. Wenn Sie dimmen wollen, spricht das für 230 Volt. Welcher Dimmer zu LED passt, erklärt unser Ratgeber zum Dimmen von LED.

Beim Platz gibt es einen Unterschied: Bei 12 Volt muss neben Leitungen und Leuchtengehäuse auch der Trafo im Hohlraum über der Decke unterkommen. Bei 230 Volt entfällt der externe Trafo, es zählt die Einbautiefe des Spots, also wie viel Platz er nach oben braucht. Diese Angabe steht auf der Produktseite des jeweiligen Spots. Bei einer niedrig abgehängten Decke messen Sie den Hohlraum, bevor Sie bestellen.

LED-Spots ohne Trafo selbst einbauen

Bei LED-Spots für 230 Volt, also ohne externen Trafo, können Sie die Montage selbst übernehmen: Positionen festlegen, Löcher sägen, Spots einsetzen. Für den Anschluss an 230 Volt holen Sie eine fachkundige Person. Auch für Ihren Teil gilt: Bevor Sie in der Nähe der Leitung sägen oder Spots einsetzen, schalten Sie den Stromkreis an der Sicherung ab, sichern ihn gegen Wiedereinschalten und prüfen die Spannungsfreiheit.

Wie die Montage Schritt für Schritt abläuft, zeigt unsere Anleitung zum Einbau von LED-Spots. Steht die Spannung fest, geht es um Lichtfarbe, Abstrahlwinkel und die Frage, ob die Spots in die Decke oder auf die Decke kommen. Dabei hilft unser Ratgeber, was beim Kauf von LED-Spots zählt.

Häufige Fragen

Brauchen LED-Spots einen Trafo?

LED-Spots für 12 Volt brauchen einen Trafo, LED-Spots für 230 Volt brauchen keinen externen Trafo: Bei ihnen sitzt die Elektronik in der Leuchte oder im Leuchtmittel. LED-Lampen mit dem Sockel GU10 gehören zur zweiten Gruppe: Sie sind für 230 Volt gebaut und brauchen keinen externen Trafo.

Kann man eine LED für 230 Volt an 12 Volt anschließen oder umgekehrt?

Nein, eine LED gehört an die Spannung, für die sie gebaut ist. Ein Spot für 12 Volt verträgt 230 Volt nicht. Bei Leuchtmitteln verhindert meist schon der Sockel die Verwechslung, weil GU10 und GU5.3 verschiedene Stiftabstände haben.

Warum flackern LED-Spots mit 230 Volt?

Flackern LED-Spots mit 230 Volt, lohnt zuerst der Blick auf den Dimmer. An älteren Dimmern, die für Halogenlampen oder Glühbirnen gebaut wurden, können LED-Leuchtmittel flackern. Nicht dimmbare LED-Leuchtmittel können an jedem Dimmer flackern. Hängt kein Dimmer im Stromkreis, gehört die Suche nach der Ursache in fachkundige Hände.

Fazit

Sehen Sie zuerst nach, welcher Sockel in Ihren Spots steckt und ob über der Decke ein Trafo sitzt. Planen Sie neu oder bauen Sie ohnehin um, finden Sie bei uns LED-Einbaustrahler für 230 Volt, die ohne externen Trafo auskommen.

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